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17. Apr. 2018 von Antje Garrels-Nikisch

Diese Zahl zeigt die Weltbevölkerung nach der Messung eines statistischen Tools heute um 14:40h an. Die Zahl stieg während ich dies schrieb - gerade jetzt, eine Minute später - um über zweihundert weitere Menschen an.

Milliarden gleiche Ichs
Als ich meine Bachelorarbeit im Fach Populäre Kulturen schrieb, fragte ich mich: Darf ich mir sieben Milliarden Ichs vorstellen, die einander als gleich erkennen und sich wirklich als je unterschiedlich respektieren? Ist eine Menschheits-Kultur vorstellbar, die sich als ein WIR unterschiedlicher Leute empfindet?

Soziale Nachhaltigkeit? Wertfrage.
Dass diese Frage nicht wissenschaftlich beantwortbar ist, war mir klar, als ich sie stellte. Mir geht es um soziale Nachhaltigkeit. Mich interessiert, welchen ideellen Gestaltungsraum wir anderen - Nachbarn und Nachkommen - lassen.

Es ist ein Ideal, zu dem ich stehe: Für mich ist niemand nicht respektabel, seien wir nun eine oder zehn Mrd. Menschen.

Ich habe keine Ahnung, wie es gehen soll, dass sich alle respektieren. Denn mal ehrlich: andere zu Idioten zu erklären, passiert im menschlichen Tagesgeschäft ruckzuck und ohne viel Aufhebens. Wer mir erzählt, er habe das noch nie gemacht, dem glaube ich schlicht nicht.

Wissenschaftliche Rationalität hat Nachhaltigkeitspotenzial
Werte sind was Persönliches. Wissenschaftliche Befunde liefern Steuerungsdaten, um Nachhaltigkeit umzusetzen, ersetzen aber persönliche Werte nicht. Alle Menschen haben Werte und alle mit dem gleichen Recht.

Nichts scheint mir die engagierte Arbeit global verteilter Vieler besser zu vereinen als der wissenschaftliche Prozess. Hier wird rational Erkenntnis gewonnen und kann auch wieder aufgegeben werden. Hier kann möglichst vielstimmig unter allen Menschen über alle Betreffendes geredet werden. Hier gelten persönliche Nebensachen wie sozialer Status oder kulturelle Herkunft noch am wenigsten, wie mir scheint. Wissenschaftliche Rationalität scheint mir derzeit die Herangehensweise mit dem größten Potenzial, in jeder Hinsicht nachhaltiger zu werden.

Respekt ist keine Wissenschaft
Wissenschaft liefert Daten. Sie liefert nicht das Recht, anderer Leute Werte zu bestimmen. Ohne soziale Nachhaltigkeit scheint mir ökologische Nachhaltigkeit kaum erreichbar.

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