Irrational? Relational!

3. Mai 2018 von Antje Garrels-Nikisch

Ist es eigentlich irrational, a) dafür zu sein, dass der Ausstoß von Treibhausgasen kompensiert werden muss, aber b) gleichzeitig dagegen zu sein, dass Autofahrende direkt den massiven Ausbau von Radwegen und gleichzeitigen Rückbau von Parkraum und Autostraßen in der Stadt mitfinanzieren müssten?

Verschiedene Rationalitäten
Schon gut, es geht gar nicht direkt um diese Frage. Mehr darum, dass die menschliche Psyche - das ist das Ding, das damit fertig werden muss, dass Bauch und Kopf verschiedene Werte ausgeben - ihren Trägern gern mal nahelegt, im Alltag verschiedenen Rationalitäten zu folgen.

a) das weitgehend unkontrollierbare Unterfangen CO2-Ausstoß-Kompensation, das oft missbraucht wird und fernstmöglich von Ursache und Wirkung liegt und b) ein Modell, in dem Ursache- und Wirkung nachvollziehbar eng zusammenhängen. Gäbe es das, hättest du nicht nur den CO2-Ausstoß gemindert, sondern auch die Mobilität direkt vor deiner Haustür anfassbar beeinflusst. Im direkten Vergleich scheint es irrational, für a) zu sein und gegen b).
Aber das ist die Crux: realistisch stehen beide Alternativen nicht nebeneinander. a) ist ein eingeführtes Verfahren, das mit einem Klick zumindest oberflächlich Skrupel mindern kann b) ist ein politisch kaum ansprechbares Problem. Also zwei ganz verschiedene Paar Schuhe.

Strategie? Relational zu dir selbst.
Willst du tatsächlich unter dem Strich nachhaltiger leben, musst du dir einen Begriff davon machen, was relational zu deinem Leben und deinen Werten rational ist.
Die gute Nachricht ist, dass es den Stress erheblich mindern kann, herauszufinden, welchen inneren Rationalitäten du folgst und dies Wissen dann gnadenlos auszunutzen.

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