Reboundeffekte? Wir machen das!

18. Juli 2018 von Antje Garrels-Nikisch

Reboundeffekte muss 'man' in den Griff kriegen, und zwar bald. Das siehst du so? Ich auch. Mich interessiert seit vielen Jahren: wer eigentlich?

Was tun ...
Was bedeuten Reboundeffekte? Rein physikalisch scheint klar: man wirft was rein und raus kommt genau, was man nicht wollte. Was das als makrosoziologische oder volkswirtschaftliche Steuerungsgröße bedeutet, sehen wir: wir erfinden was Effizienteres und die Leute kaufen mehr davon oder machen öfter, was jetzt endlich viel weniger problematisch scheint. STOPP. Gesehen? Diesen Bruch in der Gedankenlandschaft? Wir erfinden. Die wenden es falsch an. Da verrutscht gerade exakt an dieser Stelle was im Wahrnehmen (in der Kulturwissenschaft heißt sowas Othering, anderen abwertend etwas zuschreiben).

... die entscheidenden Leute?
Was bedeuten Reboundeffekte übersetzt in menschlich nachvollziehbare Erfahrung?
Wer macht das? Wer sind die Leute? Oft genug bin ich es, oder du. Wir tun etwas, fühlen uns gut dabei und weil wir viel zu tun haben, sind wir schnell wieder woanders dran. Das Gute und Richtig ist aber gefühlsmäßig schon als Plus verbucht. Ich hatte beispielsweise damals in Deutschland, als es diese Verschrottungsprämie für alte Privatautos gab, direkt das Gefühl, als rolle eine Welle kollektiven Wohlfühlens von Autokaufenden durch das Land, nun das Richtige getan zu haben und dafür auch belohnt worden zu sein. Und fand es seltsam.

Ich glaube, wenn ich in einer freien Gesellschaft leben will - keine Frage, oder? - muss weniger die Politik was tun als die Einzelnen selbst ihre Reflexe in den Griff kriegen, nicht das ein bisschen Bessere zu tun. Leute in politischer Position sollten schon was tun oder lassen, die Politik aber ist kein Monoblock, den zu beschuldigen sinnvoll wäre.

Hauptsache was tun ist keine gute Strategie, sondern ein Reflex. Alle Einzelnen - ich und du - sollten immer öfter so lange nichts tun, bis unter vielen Alternativen etwas wirklich Besseres gefunden ist. Bei mir ist das häufiger mal: etwas gar nicht mehr tun und nicht verzweifeln, wenn es doch mal passiert. Fliegen etwa. Zwölf Jahre bin ich ohne ausgekommen. Aber letztes Jahr ist es passiert, ok. Eine Bresche war das nicht, ich habe es wieder unter Kontrolle. Eine der coolsten menschlichen Eigenschaften ist, den eigenen Bockmist ziemlich oft nicht nur bremsen, sondern auch methodisch unter Kontrolle kriegen zu können. Wirklich: das ist eine absolut herausragende evolutionäre Neuerung.

Nachhaltigkeitsambitionierte.
Die Tatsache, dass es Einzelne sind, echte Leute, wie du und ich, die entscheiden, was sie tun, ist der Grund, warum ich Nachhaltigkeitsambitionierte coache. Genau deshalb unterscheide ich Kunden nicht nicht nach privat oder beruflich, oder coache einfach alle, die mich dafür bezahlen würden. Ich coache Menschen, die bereit sind, ihr eigenes Entscheiden nachhaltiger zu machen. Leute die, egal wo sie gerade stehen, die Räume nutzen wollen, die sich auftun. Leute die finden, dass sie alles richtig machen, wenn sie sich auf Situationen vorbereiten, in denen wieder was möglich ist. Mit langem Atem, Spaß am Weg und Ruhepausen, in denen viel passiert, das weniger auffällt.

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